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FAQ
Neubau Baubegleitung
Immobilien
Generell gelten in Paraguay ähnliche Bestimmungen und Baugesetze wie in Europa, das bedeutet, dass jedes relevante Bauwerk ab einer bestimmten Größe vom Bauamt der zuständigen municipalidad geprüft und genehmigt werden muss.
Zu den Bauvorlagen gehören neben aussagekräftigen Zeichnungen (Grundrisse, Schnittzeichnungen und Ansichten) immer auch ein Lageplan mit umliegenden Grundstücken mit Einzeichnung des geplanten Bauwerkes mit Grenzabständen. Weitere Auflagen und regionale Bestimmungen sind im Bauamt zu erfragen.
Statische Berechnungen werden üblicherweise nur bei komplizierteren Konstruktionen oder bei mehrgeschossiger Bauweise vom bauvorlagenberechtigte Architekt/Ingenieur oder Statiker angefertigt.
Da Aufwand und Kosten für die Baugenehmigung nicht unerheblich sind, wird auf dem Lande und in kleinen Städten gerne darauf verzichtet.
In größeren Städten mit engen Grundstücken empfehle ich es ausdrücklich, damit alles rechtlich abgesichert ist und es keine Probleme geben kann.
Es gibt die Möglichkeit eines "abgespeckten Schnellverfahrens".
Wir erledigen abgeschlossene Teilleistungen oder auch komplette Projekte.
Aufgrund breitgefächerter Erfahrungen erledigen wir von den Absteckungs- und Vermessungsarbeiten, den Erdarbeiten und Leitungs- und Rohrverlegungen bis zur Erstellung der Fundamente und Grundmauern den gesamten tiefbaulichen Bereich.
Maurer- und (Stahl-) Betonarbeiten, Estrich, Zimmerei, Dachdeckerarbeiten sowie Innenausbau mit Verputz-, Fliesen- und Malerarbeiten führen wir genauso aus wie Elektro- und Sanitärinstallationen.
Das Stammteam besteht derzeit aus vier erfahrenen Bauhandwerkern, von denen drei vergleichbar sind mit deutschen Facharbeitern, die ich mir in den vergangenen Jahren selber ausgebildet habe, und einem Hilfsarbeiter.
Bei Bedarf wird das Team um weitere Arbeitskräfte ergänzt.
Somit konnten wir in der Vergangenheit alle Gewerke abdecken und sämtliche Leistungen erbringen.
Zunächst muss für einen Stromanschluss gesorgt werden. Der staatliche Stromversorger ANDE ist verpflichtet, jedes separat betitelte Grundstück an das öffentliche Stromnetz anzuschließen und macht für den bauseits zu erstellenden Übergabepunkt bestimmte Vorgaben.
Den Anschluss stellt eine Fachkraft des Stromversorgers her oder ein für diese Arbeiten zugelassener freier electricista, der auch den Zähler anmeldet und einbindet.
Für diese Vorarbeiten sollte ausreichend Zeit eingeplant werden.
Der nächste wichtige Punkt ist das Wasser. Für ein bewohntes Grundstück muss nicht nur für die Bauphase ein Wasseranschluss hergestellt werden. Das öffentliche Versorgungsnetz ist die einfachste Lösung. Sollte dies technisch nicht möglich sein, ist der Anschluss an eine private Wasserversorgung zu prüfen.
Bei abgelegenen Grundstücken müssen andere Lösungen gefunden werden, z.B. Anlegen oder Bohren eines Brunnens oder Entnahme aus einem Oberflächengewässer. Auch eine mobile Wasserversorung durch Transporte bis 1.000 l sind problemlos möglich.
Für weitere Arbeiten auf dem Grundstück sollte nun zunächst die Anfahrbarkeit in Form einer befestigten Zufahrt gewährleistet sein und für ausreichende Freilagerflächen für Schüttgüter gesorgt werden, für Sackware und Maschinen/Werkzeug auch überdacht und sicher abschließbar (depósito).
Zu diesem Zeitpunkt machen auch provisorische Umzäunungen (Bauzaun) und verschließbare Tore durchaus Sinn oder eine geplante dauerhafte und einbruchsichere Einfriedung wird bereits zu diesem Zeitpunkt erstellt.
In gefährdeten Lagen kann eine Videoüberwachung oder in bestimmten Bauphasen ein Nachtwächter installiert werden.
Die weitere Vorbereitung des Baufeldes hängt von der geplanten Bebauung und persönlichen Wünschen ab.
Es ist sehr wichtig, Verabredungen und Absprachen im beidseitigen Einvernehmen schriftlich zu fixieren, da der Fokus und die Wahrnehmung der Vertragspartner eine jeweils vollkommen andere ist. Dadurch bleiben oft nur die für ihn relevantesten und vorteilhaften Punkte im Gedächtnis und Konflikte sind vorprogrammiert. Meist zum Nachteil der Bauherrschaft, weswegen Zahlungen zurückgehalten werden und Konflikte sich verschärfen.
Auch mündliche Absprachen stellen einen Vertrag dar, nur sind die Inhalte schwer nachweisbar und lassen daher Hintertüren offen.
Es gibt viel Aspekte, die im Vorfelde besprochen werden sollten.
Natürlich der Umfang der zu erbringenden Leistungen und die Art der Ausführung sowie das verwendete Material. Dafür sind maßstäbliche Zeichnungen hilfreich und detaillierte Beschreibungen. Für das Zusammenstellen der Leistungen in Form eines vereinfachten Leistungsverzeichnisses sollte im Vorfelde ausreichend Zeit vorgesehen werden, da es einen wesentlichen Bestandteil der Planung darstellt und Grundvoraussetzung eines konfliktarmen Bauablaufes ist.
Auch der Zeitfaktor spielt eine Rolle, also die Ausführungs- und Fertigstellungsfristen mit einer Regelung für Schlechtwetterperioden. Hier kann ein Bauzeitenplan Vertragsbestandteil werden.
Auch die Vergütung muss eindeutig geregelt sein und der Zeitpunkt der Bezahlung. Es ist für beide Vertragspartner sinnvoll, die Vergütung durch angemessene Abschlagszahlungen am Leistungsstand zu orientieren und nicht zu überzahlen. Auch Sicherheitseinbehalte wie Vorauszahlungen können ggf. vereinbart werden.
In Deutschland/Europa werden üblicherweise die Regelungen der VOB (https://www.ibau-py.com/vob)zu Grunde gelegt.
Dies sind zunächst die wichtigsten Inhalte eines schriftlichen Bauvertrages. Es besteht jedoch Vertragsfreiheit.
Seit mehreren Jahren sind verschiedene meist geschlossene Wohnprojekte entwickelt worden, die zusätzlich zum Baugrundstück noch die Bebauung, Lebensphilosophie und Traumerfüllung mit vermarkten wollen.
Die einen versprechen eine tolle Gemeinschaft, biodynamische Ernährung und anthroposophische Bildung, andere legen die Schwerpunkte auf Baubiologie oder Bewahrung deutschen Kulturgutes.
Solche Siedlungsgemeinschaften suggerieren Sicherheit und Gemeinschaft, Gesundheit und oft ein bisschen Spiritualität und bedienen sich damit den üblichen Werbeverlockungen und Marketingstrategien.
Viele bieten gleichzeitig Investmentmöglichkeiten verschiedenster Art und versprechen ungewöhnlich hohe Renditen.
Diese Wohnform funktioniert leider nur unter Einhaltung strenger Regeln (Condominium-Vereinbarung) und ist häufig mit zusätzlichen Kosten verbunden, z.B. dürfen oft Bau- und Handwerkerleistungen ausschließlich von zugelassenen Firmen ausgeführt werden und es gibt Beschränkungen bei Haushaltshilfen und Gartenpflege. Die Preise für letztgenannte Dienstleistungen, aber auch die Grundstücks- und Baupreise sind weit über dem landestypischen Mittelwert. Auch die Gemeinkosten für Straßeninstandhaltung und Pflege der Grünanlagen müssen über ein Umlageverfahren von allen Eigentümern getragen werden, da es sich um Gemeinschaftseigentum handelt.
Oft existieren keine rechtlich eindeutigen separaten Grundstückstitel, was eine Veräußerung sehr schwierig macht.
Weitere Nachteile sind Verklumpung und Ghettoisierung/Abschottung vom Rest der Bevölkerung.
Diese Projekte haben alle eines gemeinsam: bereits nach relativ kurzer Zeit wollen viele Siedler aus den Vertragsbindungen aussteigen und können dies nur unter erheblichen Verlusten oder gar nicht, denn die Grundstücke sind aus verschiedenen Gründen schwer verkäuflich.
Grade aktuell (Sept'25) ist ein Wohnprojekt südlich von Caazapá an eine neue Betreibergesellschaft verkauft worden mit der Folge, dass ein paar hochpreisige Immobilien mehr am Markt auftauchen.
Oft sind die Vorstellungen der Siedler nicht erfüllt oder die Versprechen nicht gehalten worden. Leider ist auch die erhoffte Rendite häufig sehr viel magerer oder wird erst nach langen Fristen ausgezahlt. Die wenigsten Geschädigten möchten offen über den finanziellen Schaden sprechen.
Aus diesem Grund biete ich hier ausschließlich auf meinen Namen titulierte Grundstücke in verschiedenen Regionen und Lagen an.
Nur das reine Bauland, ohne Gemeinschaftsversprechen, Spirikram oder andere Emotionstrigger. Statt privatrechtlicher Vereinbarungen gilt nur das Gesetz der Republik Paraguay.
Jeder Mensch ist eingeladen, seine eigenen Netzwerke aufzubauen und seine persönliche Spiritualität auszuleben, ohne durch eine Gemeinschaft eingeengt zu sein.
Zuerst sollte sich jeder zukünftige Bauherr über seine persönlichen Lebensgewohnheiten und Nutzungsansprüche im Klaren sein. Die Anzahl der Personen in naher und ferner Zukunft spielen eine Rolle, aber auch mögliche Alternativnutzungen oder Umbaumöglichkeiten.
Auch die Wirtschaftlichkeit sollte immer in alle Überlegungen einbezogen werden, denn bei allen Traumerfüllungen ist dies das Wichtigste beim Aufbau von Werten. Möglicherweise möchte oder muss man irgendwann das Grundstück zum Kauf anbieten, und ein unwirtschaftlicher Kaufpreis engt den potentiellen Interessentenkreis unnütz ein.
So kann ein optimaler Grundriss nach individuellen Vorstellungen entworfen werden. Ich empfehle die Beratung durch eine erfahrene Architektin, die neben der reinen Funktionalität auch Energieflüsse, Belichtung und Gestaltung berücksichtigt und neben der konstruktiven Durchführbarkeit auch immer die fertige Gestaltung des Gesamtgrundstücks mit Terrassen, Gartengestaltung und Außenanlagen im Kopf hat.
Gerne stelle ich einen Kontakt her.
Es gibt im Umkreis deutscher Kolonien viele Anbieter für "schlüsselfertiges Bauen", denn es gibt einen großen Kundenkreis meist branchenfremder Bauwilliger.
An anderer Stelle habe ich bereits eine Frage zum Bauvertrag beantwortet und verweise darauf genauso wie auf die Ausführungen zur VOB als Grundlagenregelwerk.
Nach meiner Erfahrung muss eine Baustelle täglich besucht und die Arbeiten kontrolliert werden. Das fängt bei Materiallieferungen an und geht über die bautechnische Ausführung vor allem später "verborgener" Bauteile wie Fundamente, Grundmauern, Bewehrungskörbe und deren Einbindungen sowie Grundleitungen, Versorgungsnetze und Leerrohrsysteme.
Selbst das Mischungsverhältnis für Ortbeton und dessen Zuschlag- und Zusatzkomponenten sollte kontrolliert werden, da es sich meist nicht um ausgebildete Facharbeiter handelt. Oft wird nicht für optimale Verdichtung des frisch eingebauten Betons gesorgt mangels Hintergrundwissens über die erzielbare Festigkeitssteigerung. Oder es werden die Ringanker unzureichend ausgeführt oder "vergessen".
Die Kapillarsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit wird ebenfalls oft schlecht ausgeführt oder weggelassen.
Das Aufzählen weiterer möglicher Fehlerquellen sei dem werten Leser erspart.
Die Folgen solcher kleiner Ursachen sind oft gravierende Bauschäden, da die Bauwerkslasten nicht ordnungsgemäß in den Untergrund abgeleitet werden können.
Es kommt zu Rissbildungen oder feuchten Wänden aufgrund fehlender Kapillarsperre etc.
Ein ganz anderer Aspekt ist die Kostenkontrolle. Manchmal laufen die veranschlagten Kosten aus dem Ruder und die Erklärungen erscheinen fadenscheinig und vorgeschoben.
Durch tägliche Kontrollen der gelieferten Baustoffe und deren Mengen und Abgleich mit dem Baufortschritt lassen sich die Baukosten permanent im Blick behalten und bei Überschreitungen sofort gegensteuern.
Dies erspart ein böses Erwachen und vermeidet Konflikte. Das Budget kann leichter gehalten werden.
Gerne biete ich meine Unterstützung an für die Baubetreuung in Abwesenheit der Bauherren.
Eine solche Frage kommt immer wieder in dieser oder anderer Form.
Finanzielle Planungssicherheit entsteht durch ausreichende Vorbereitungsgespräche, durchdachte Planung durch einen erfahrenen Fachmann, einen guten Bauvertrag, der alle Eventualitäten abdeckt, kompetente Bauleitung in der Ausführung sowie gewissenhafte prüfbare Abrechnung.
Ich biete im Rahmen meines Angebotes dieses vollständige Leistungsspektrum.
Das Spektrum an Baustoffen ist groß. Es haben alle Baustoffe ihre Vor- und Nachteile.
Nur sollte man nicht europäische Erfahrungen und Vorstellungen auf Paraguay übertragen. Was in unserer Heimat dämmende und raumklimaregulierende Eigenschaften aufweist, muss hier nicht das bauphysikalische Optimum darstellen oder ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.
Holz, Bambus und andere Naturbaustoffe müssen dauerhaft vor Schädlingsbefall geschützt werden. Dies ist bei guter Ausführung zeitaufwendig und nicht besonders preisgünstig.
Ich empfehle es daher ausschließlich im Bereich des Dachstuhles und für Fenster und Türen.
Eine weitere Empfehlung ist die Verwendung höherwertiger resistenter Bauhölzer. Ein schnell wachsender regionaler Laubbaum ist der Ybyra Pytá, der auch als "gelber Flammenbaum" oder aufgrund seiner interessanten Maserung als "paraguayisches Rosenholz" bekannt ist. Der Aufpreis gegenüber Eucalipto beträgt normalerweise ca. 25 - 35 % pro m³.
Lehmputz hat gute Dämmeigenschaften und reguliert durch sein Diffusionsverhalten das Raumklima, indem er Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt und abgibt. Ob diese Eigenschaft im subtropischen Paraguay so wünschenswert ist, sei dahingestellt.
Ich persönlich habe hier mit konventionellem Kalk-Zement-Putz gute Erfahrungen.
Zuerst sollte sich jeder zukünftige Bauherr über seine persönlichen Lebensgewohnheiten und Nutzungsansprüche im Klaren sein. Die Anzahl der Personen in naher und ferner Zukunft spielen eine Rolle, aber auch mögliche Alternativnutzungen oder Umbaumöglichkeiten.
Auch die Wirtschaftlichkeit sollte immer in alle Überlegungen einbezogen werden, denn bei allen Traumerfüllungen ist dies das Wichtigste beim Aufbau von Werten. Möglicherweise möchte oder muss man irgendwann das Grundstück zum Kauf anbieten, und ein unwirtschaftlicher Kaufpreis engt den potentiellen Interessentenkreis unnütz ein.
So kann ein optimaler Grundriss nach individuellen Vorstellungen entworfen werden. Ich empfehle die Beratung durch eine erfahrene Architektin, die neben der reinen Funktionalität auch Energieflüsse, Belichtung und Gestaltung berücksichtigt und neben der konstruktiven Durchführbarkeit auch immer die fertige Gestaltung des Gesamtgrundstücks mit Terrassen, Gartengestaltung und Außenanlagen im Kopf hat.
Sie geht auch individuell auf verborgene Vorstellungen ein.
Gerne stelle ich einen Kontakt her.
Eine Sickergrube ist zweifelsohne die einfachste und günstigere Lösung. Es werden alle Abwässer mitsamt Feststoffe in ein Loch geleitet, wo es in den Untergrund versickert.
Die Wände sind "auf Lücke" hochgemauert und oft ist anstatt eines Deckels eine Kuppel gemauert ähnlich wie beim Kuppelofen "tatakua", nur mit einem Rohr zur Belüftung.
Ist sie voll, muss eine neue gegraben werden.
Bei oberflächennahem Grundwasser oder höheren Ständen nach Starkregenereignissen läuft sie voll und staut zurück in das Zulaufrohr vom Haus, was zu Geruchsemissionen und sehr unhygienischen Zuständen führt, die niemand auf seinem Wohngrundstück haben möchte. Zudem schafft man dauerhafte Mückenbrutstötten zur Verbreitung von Dengue, Malaria und Chikungunya.
Eine richtige Klärgrube nach dem Stand der Technik ist zum Untergrund undurchlässig und beinhaltet mehrere Reinigungsstufen (=Kammern).
Das Abwasser wird erst nach Durchlaufen aller Kammern in gereinigter Form über den Auslauf in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgegeben.
Sie ist im Normalfall wartungsfrei und muss nicht geleert werden. Die Reinigungsleistung lässt sich am Auslauf kontrollieren.
Sie wird grob und mit viel Bemessungsspielräumen nach der Anzahl der angeschlossenen Bewohner dimensioniert, wobei sie auch bei "Unterforderung" gut läuft. Zu klein sollte sie nicht sein.
Die Mehrkosten betragen je nach Größe ca. 1,5 bis 2,5 Mio Gs.
Ein großer Vorteil ist der Grundwasserschutz, dem jeder Mensch verpflichtet ist.
Ein weiterer Vorteil besteht in der Wartungsfreiheit und Dauerhaftigkeit der Anlage und in der Geruchsneutralität.
Die Nährstoffe aus der Auslaufkammer lassen sich nutzen durch Bewässerung von Bananenstauden oder nach Entnahme mittels Pumpe zur Bewässerung von Starkzehrern im Gemüseanbau.
Es bietet sich an, eine solche Anlage für mehrere Häuser anzulegen.
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